Lesenswertes findet man auch zum Thema Aston Martin in wikipedia.org
Im letzten Satz steht dann das mit dem Kleingeld
Aston Martin unter der Regie von Ford
Aston Martin Virage Volante (1993)Im Jahr 1986 zeigte sich ein Hoffnungsschimmer: John Wyer, der nach seinem Ausscheiden bei Aston Martin den Bau des GT40 bei Ford mitverantwortete, knüpfte Kontakte zwischen den beiden Firmen. Und die Ford Motor Company zeigte Interesse an Aston Martin, obwohl das Unternehmen wieder einmal ein Sanierungsfall war. Die Modellreihe V8 wurde noch einmal überarbeitet, der Motor erhielt eine neue Einspritzung und das Interieur wurde geringfügig verändert. Sonderausführungen des V8 Volante, der Vantage Volante mit Vantage-typischen Kotflügelverbreiterungen und Spoilern sowie der höheren Leistung und eine nach Prinz Charles benannte Prince of Wales-Serie mit Vantage-Technik, aber nicht verbreiteter und bespoilerter Ausführung und noch edlerem Interieur, leiteten die Einstellung der V8-Serie ein.
1989 stand ein neues Modell in den Startlöchern: Mit dem Virage startete Aston Martin in eine neue und bisher erfolgreiche Zukunft. Er hatte eine neue Karosseriestruktur und einen überarbeiteten V8-Motor. Auch von dieser Serie gab es ab 1992 eine Volante- und ab 1993 eine Vantage-Version. 1991 übernahm der Ford-Manager Walter Hayes die Führung der Marke, und als David Brown anlässlich seines 89. Geburtstags am 10. Mai 1993 nach Newport Pagnell eingeladen wurde, kam es zur Wiederauflage der berühmten Initialen: David Brown selbst schlug vor, das neueste Modell DB7 zu nennen. Den Serienproduktionsbeginn sollte Brown allerdings nicht mehr erleben, denn er starb im September des selben Jahres. Der DB7 wurde der bis dahin erfolgreichste Aston Martin mit über 6.000 gebauten Fahrzeugen. Er war eine Weiterentwicklung eines von der Ford Motor Company-Tochter Jaguar entwickelten Sportwagens auf der Bodengruppe des XJ-S, der diesen ersetzen und an deren E-Type anknüpfen sollte, aber nicht zu einem damals als für Jaguar angemessen geltenten Preis hätte verkauft werden können. Als Aston Martin-Modell jedoch ließe sich der Preis erzielen. Zudem war es für Ford wichtiger, bei Aston Martin eine zweite Baureihe zu lancieren als den XJ-S bei Jaguar abzulösen. Letzterer erfuhr stattdessen ein Facelift und wurde erst 1996 durch den XK8 ersetzt. Der Designer Ian Callum gestaltete die vorhandene Karosseriestruktur des Prototypen so um, dass der Wagen als Aston Martin erkennbar war. Der Motor war ein auf dem Motortyp AJ16 von Jaguar basierender Sechszylinder-Reihenmotor mit Eaton-Kompressor. Jaguar hatte diesen Motortyp als AJ6 bereits 1982 lanciert, und es war ein sehr bewährtes Aggregat. Er leistete im DB7 246 kW (in den Jaguar Sportlimousinen 235 kW) und blieb damit nur knapp hinter dem V8 der doppelt so teuren Virage-Serie (257 kW). 1999 ersetze ein ursprünglich von Ford USA entwickelter, dort aber nicht eingesetzter, V12-Motor den Sechszylinder. Der neue Motor leistete seinerzeit 309 kW und wurde ebenfalls in den Modellen Vanquish (2002) und DB 9 (2004) verbaut.
1996 erfuhr die Virage-Baureihe ein markantes Facelift und wirkte ohne die Rückleuchten vom VW-Scirocco und den Frontleuchten vom Audi 200 optisch wesentlich moderner. Das äußere Erscheinungsbild entsprach weitgehend dem der 1993 vorgestellten Vantage Version. Fortan hieß die Baureihe wieder "V8". Sie endete 2000 mit der rund 600 PS starken Vantage Le-Mans-Edition und insgesamt 1.050 produzierten Autos.
Im Jahre 2005 wurde wiederum eine V8-Baureihe lanciert, doch markiert diese nun das untere und nicht wie früher das obere Ende der Modellskala. Und auch James Bond holte sich wieder einen Aston Martin: Im Film Stirb an einem anderen Tag ('Die Another Day') (2002) durfte er einen Vanquish fahren – von Q mit ein paar Ford-untypischen Extras ausgestattet. Seit Juli 2000 ist der ehemalige Porsche-Technikvorstand und jetzige Ford-Manager Dr. Ulrich Bez Geschäftsführer des Unternehmens.
Im Moment laufen Spekulationen, dass sich Ford von der Marke Aston Martin trennen möchte, dar Ford seit geraumer Zeit "tiefrote" Zahlen schreibt. Ford hat inzwischen Verkaufsabsichten bestätigt, und mitgeteilt, dass für Aston Martin ein Verkaufspreis von ca. 1,0 Mrd Euro erwartet wird.
> Interessant ist aber auch, dass vorerst Jaguar
> (noch) nicht verscherbelt wird.
darauf würde ich keine Wette eingehen.
Ford befindet sich in einer existenziellen Krise und wird alles abtrennen, was der Genesung im Wege steht. Jaguar ist derzeit leider ein Verlustbringer, weil Ford die Marke Jaguar falsch positioniert hat. Man hat versucht, Jaguar aus dem Luxus-Segment herauszuholen und ins "Premium-Segment" (die Amis nennen das "Near Luxury") zu stellen. Somit ist die aberwitzige Situation eingetreten, dass ein Jaguar XJ teilweise günstiger zu haben ist als eine S-Klasse. Das ist voll in die Hose gegangen, weil Mercedes- und BMW-Fahrer keine Lust auf Jaguar haben und die traditionellen Jaguar-Fahrer mit dieser "niederen Positionierung" nichts zu tun haben wollen - und seitdem einen Bogen um Jaguar machen.
Diesen Fehler hat man erkannt - aber viel zu spät. Ich rechne mit dem Verkauf von Jaguar und Land-Rover als Paket bis zum Ende des Jahres. Mit etwas Glück an einen Finanzinvestor, dann bleibt die Marke wenigstens unabhängig.
Im übrigen kann sich Ford Europa glücklich schätzen, dass man dort bescheidene Gewinne produziert. Ein US-Konzern, dem das Wasser bis zum Hals steht, ist zu jeder Entscheidung fähig. Man denke nur an die Entscheidung von Chrylser vor 25 Jahren, sich aus Europa zurückzuziehen und das Geschäft an Peugeot zu verkaufen (was zur Gründung von Talbot führte). So etwas bleibt uns Ford-Freunden wohl erspart.
Nach Insiderinformationen hat Ford Hyundai seine Töchter Land Rover und Jaguar zum Kauf angeboten.
Weitere Interessenten werden gehandelt der russische Besitzer des kleinen britischen Sportwagenbauers TVR, Renault-Nissan und SAIC.
SAIC (China) hate bereits Reste von Rover übernommen.
Hoch gehandelt wird im Moment die Fa. JCB.
Der britischen Baumaschinenhersteller hat interessante Querverbindungen zu Jaguar und hat technologisches Potenzial.
Zuletzt geändert von micha2 am 02.09.2006 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
Das Leben ist voller Überraschungen, es ist nicht immer edel oder erhaben, manchmal ist es absurd, aber es gibt immer eine Hoffnung.
Ein weiterer Interessent ist ein Konsortium aus institutionellen Anlegern (private equity) unter der Führung des ehemaligen Konzernchefs Jaques Nasser.
Dumm ist nur, dass gerade dieser Herr für die Fehlpositionierung der Marke Jaguar verantwortlich ist